![]() |
![]() |
Armin Stickler und Irina Vellay Exklusion inklusive. »Aktivierende Arbeitsmarktpolitik« und Workfare made in Germany |
![]()
Irina Vellay
Die Parallelgesellschaft der Armut. Niedrigschwellige existenzunterstützende Angebote in Dortmund
Irina Vellay und Wolfgang Richter (Hrsg.) Workfare - ein Standortfaktor für Europa? Armin Stickler und Irina Vellay Exklusion inklusive. »Aktivierende Arbeitsmarktpolitik« und Workfare made in Germany Philipp Wix und Cecil Arndt (Nichts) Neues von der Heimatfront. Von Bilderkriegen und Kriegerbürgern Irina Vellay Kongressbericht: »Von den Ein-Euro-Jobs zum 'Dritten Arbeitsmarkt'« (08. 09.2007) Klaus Ronneberger Thesen zu Hartz IV Michael Lieberoth-Leden Unten bleiben Irina Vellay Studie: »Der Workfare State« Mario Candeias Hartz IV und Hegemonie Marc Amann Prekarisierung und Protest Wolfgang Richter Startphase eines Langzeitversuchs. Zwei Jahre Hartz IV Irina Vellay Zwei Jahre Hartz IV – Hausarbeit als »Dritter Arbeitsmarkt«?
Michael Lieberoth-Leden Was uns gerade noch fehlt. Schwarz rot gold sind die Farben der Saison |
Nachdem vor ein paar Jahren allerorten vom Prekariat, von ungeschützten Arbeitsverhältnissen und von der Generation Praktikum die Rede war, scheinen wir nun einen Schritt weiter zu sein, denn eine noch bedrohlichere und dramatisierende Figur beherrscht aktuell die Feuilletons: die Überflüssigen. Im Folgenden wird zunächst in die sozialwissenschaftliche Debatte über »die Überflüssigen« und das Konzept der »sozialen Exklusion« eingeführt. Anschließend werden die mit der Hartz-Gesetzgebung initiierten Ansätze einer »aktivierenden Arbeitsmarktpolitik« als bundesdeutsche Bearbeitungsstrategie des Problems sozialer Exklusion gefasst. Hier hat sich unter der Überschrift des »aktivierenden Sozialstaats« eine breite empirische Forschung entwickelt, in welcher die verschiedenen arbeitsmarktpolitischen Instrumente analysiert und auf ihre Wirkung hin befragt werden. In Bezug auf die Integrationsleistungen in den Ersten Arbeitsmarkt liefern diese Studien äußerst bescheidene und größtenteils ernüchternde Ergebnisse. Dies wirft prinzipiell die Frage auf, ob die inhaltliche Rahmung der Anti-Exklusions-Politiken als »aktivierende Arbeitsmarktpolitik« die Umbrüche im System der sozialen Sicherung angemessen fasst. In einem nächsten Schritt werden daher die mit Hartz IV verbundenen Instrumentarien, Debattenbeiträge und Programme unter dem Aspekt der »beschäftigungsorientierten Sozialpolitik« (Workfare) betrachtet. Nach einer Einordnung der bundesdeutschen Debatte und Handlungsweisen in den europäischen Kontext werden daher die bundesdeutschen Adaptionen des Workfare-Konzeptes dargestellt. Abschließend wird eine Einschätzung von Sinn und Ziel der bisher erkennbaren Workfare-Strategien jenseits ihrer Ideologie des »Fordern und Förderns« skizziert. Inhaltlich steht hierbei die Frage im Vordergrund, ob die bisherigen Workfare-Maßnahmen »Überflüssigkeit« reduzieren oder herstellen bzw. in welcher Art und Weise die Verhältnisse von Überflüssig-Sein und Gebraucht-Werden, von sozialer Ausschließung und Integration neu konfiguriert werden. Der vollständige Artikel ist bei der Rosa-Luxemburg-Stiftung als rls-paper 2009/11 veröffentlicht worden und kann hier heruntergeladen werden. Inhalt 1. Das sozialwissenschaftliche Konzept der sozialen Exklusion 2. Arbeitsmarktpolitische Aktivierung oder beschäftigungsorientierte Sozialpolitik – zwei verschiedene Sichtweisen 3. Empirische Erkenntnisse über die Integrationserfolge aktivierender Arbeitsmarktpolitik 3.1 Inszenierung erwerbsgesellschaftlicher Normalität als sekundärer Integrationsmodus 3.2 Begleitforschung zur Umsetzung von Hartz IV und der Umsetzung verschiedener Workfare-Ansätze 3.2.1 Einsatz und Wirkungsweise von »Sozialen Arbeitsgelegenheiten« 3.2.2 Modell Bürgerarbeit Sachsen-Anhalt 3.2.3 Zur Einschätzung des Erfolgs »aktivierender Arbeitsmarktpolitik« im Kontext von Hartz IV 4. Aktivierende Arbeitsmarktpolitik als Workfare 4.1 Die Anti-Exklusionsstrategie der EU als Workfare - Ein Europa der Fürsorge? 4.2 Die Adaption des Workfarekonzepts durch die Bundesregierung 4.2.1 Das Gutachten des Instituts zur Zukunft der Arbeit (IZA) zur Umsetzung des Workfare-Ansatzes 4.2.2 Existenzsicherung und Erwerbsanreiz – Das Gutachten des wissenschaftlichen Beirats beim Bundesministerium der Finanzen 4.3 Verankerung von Workfare durch Hartz IV und »Integrations«-Wirkungen 5. Zur Kritik von Workfare/Hartz IV: Workfare als inkludierende Exklusion |